Haare mit Seife waschen: natürliche Haarpflege mit Haarseife, sauren Rinsen und pflanzlichen Ölen

Die Umstellung zur Seife ist sinnvoll und ermöglicht eine natürliche Haarpflege. Ihre tägliche Anwendung benötigt keine extra Zeitaufwand im Vergleich mit den herkömmlichen Shampoos.

HAARWÄSCHE MIT DER HAARSEIFE
1 Haarseife Golconda Rosmarin Brennnessel

Die Seife direkt auf nassen Haaren reiben. Eine kleine Menge reicht, um die Haare ordentlich zu waschen.

Haarseife Golconda Rosmarin Brennnessel 2

Haare und Kopfhaut massieren. Es entsteht ein cremiger Schaum, der sich einfach über die gesamte Länge der Haare sich verteilen lässt.

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Haare gründlich mit reichlichem Wasser ausspülen

Haarseife Golconda Rosmarin Brennnessel

Vermeiden Sie einen zu langen Kontakt der Seife mit dem Wasser, Verwenden Sie einen Behälter, um das Wasser aus der Seife abtropfen zu lassen.

Durch die Anwendung der Haarseife für die Haarwäsche anstatt der herkömmlichen Shampoos wird eine Umstellung zu einer kompletten natürlichen Haarpflege ermöglicht. Kräuter und reine Pflanzenöle können erhebliche Vorteile zur Gesundheit der Haare und Kopfhaut bringen. Es gibt verschiedene Rezepte und Methode aus der Naturheilkunde, die ganz einfach zu Hause in wenigen Minuten präpariert werden können.

Pflanzen produzieren eine große Zahl pharmakologisch wirksamer Substanzen. Viele Stoffe sind so komplex aufgebaut. dass sie bis heute nicht oder nur mit hohen Kosten im Labor synthetisiert werden. Nach wie vor werden also Pflanzen als Rohstoffe für die pharmazeutische Industrie benötigt. Diese stammen meist aus Feld- oder Plantagenanbau. selten auch aus wildwachsenden Beständen.

Quelle: Botanischer Garten

pflanzen

Die Naturheilkunde betrachtet, ganz im Gegenteil zur Chemie, nur die Eigenschaften der natürlichen Zutaten als festen Einheiten und nicht als zerlegbare Mischung von bestimmten Komponenten. In den üblichen kosmetischen Produkten werden künstliche Zutaten eingesetzt, die aus fossilen oder tierischen Rohstoffen durch komplexe chemische Umwandlungen gewonnen werden. Ihre Auswirkungen über die menschliche Gesundheit sind noch nicht vollständig dokumentiert.

Das Verzichten auf herkömmlichen Produkten bedeutet nicht strohige und trockene Haare: Schöne Haare kann man auch dank natürlicher Produkte, wie Haarseifen, Spülungen, Haarwasser und pflanzlichen Öle bekommen. In der Naturheilkunde werden ganz effektive Rezepte vorgestellt, die jedes spezifische Haarproblem mildern können.

DIE NATÜRLICHE ROUTINE FÜR EINE EFFEKTIVE HAARPFLEGE

VOR DER HAARWÄSCHE

Föhnen, Bürsten und Stylen bringen zum Bruch oder Spliss des Haars. Eine natürliche Lösung kommt aus den natürlichen Ölen. Das Kokosöl dringt tief in die Haarstruktur ein und stärkt die Haare für die nächste Beauty-Routine.

HAARWÄSCHE

Die Haarseife wäscht das überflüssige Öl aus den Haaren komplett ab, ohne die Kopfhaut zu reizen. Es wird nicht nur ein schönes Aussehen gesichert, sondern werden auch viele bedenkliche Stoffe, wie Sulfate, Parabenen und Silikone dem Körper gespart.

NACH DER HAARWÄSCHE

Das heiße Wasser kann die Haarstruktur schwächen. Keine Angst: Eine Rinse direkt nach der Haarwäsche schließt die Schuppenschicht und sichert schöne Haare ohne die Verwendung von silikonhaltigen Produkten.

Die modernen Haarpflegeprodukte versprechen tolle Haare mit "All-in-one" Lösungen. In ihren Inhaltsstoffe-Listen sind aber viele künstlichen Stoffe enthalten, die nicht immer unbedenklich verwendet werden können. Obwohl auch flüssige und feste Shampoos pflanzliche Öle und Extrakte enthalten, werden ihre positive Auswirkungen in Verbindung mit aggressiven Tensiden und künstlichen Stoffen deutlich verringert. In Naturseifen spielt die Auswahl der verwendeten Öle eine entscheidende Rolle für die Eigenschaften des Endprodukts. Jedoch werden nur wenige Stoffe den Verseifungsprozess überleben. Mehr lesen...

VOR DER HAARWÄSCHE

Die pflanzlichen Öle sind wunderbare Zutaten: Sie müssen aber rein verwendet werden und eine gewisse Zeit in Kontakt mit den Haaren bleiben. Obwohl jedes Öl verschiedene Vitaminen und wirkende Stoffe enthält, empfehlen wir, das Kokosöl als Haar- und Kopfhautkur zu verwenden.

Trockene und strapazierte Haare mit Kokosöl richtig nähren

Kokosöl

Das Kokosöl besteht großteils aus gesättigten Fettsäuren (Laurin- und Myristinsäure). In 2005 hat die Studie "Investigation of penetration abilities of various oils into human hair fibers" gezeigt, dass nur gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren in die Haarstruktur durchdringen können. Der Grund liegt an der kompakten Struktur und den polaren Kopfgruppen ihrer Moleküle. Das Kokosöl dringt ganz tief bis ins Medulla durch und liefert dem Haar hochwertige Stoffe, wie Aminosäuren und Vitamin E, die den Proteinverlust beim Bürsten und Kämmen vorbeugen. In Gegenteil können mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht in die Haarstruktur penetrieren.

ANWENDUNG: Der Schmelzpunkt des Kokosöls liegt bei etwa 27 °C. In Deutschland hält es den festen Form in jeder Jahreszeit aber schmelz ganz einfach in den Händen. Man nimmt einfach eine kleine Menge mit den Fingern davon und verteilt sie über die gesamte Länge der Haare und die Kopfhaut: Das Kokosöl hat über die juckende Kopfhaut eine antibakterielle Wirkung und kann beim Haarausfall und Schuppen helfen. Mit eingeölten Haaren will aber Keiner rumlaufen. Deswegen wird das Kokosöl am besten zuhause abends verwendet und morgens abgewischt. Kurz vor dem Schlaf ist der beste Zeitpunkt, um die Haare einzuölen und lange Zeit einwirken zu lassen. Ein Handtuch oder eine Kappe reichen, um das Kissen von dem Öl zu schützen.

Vor der Wäsche wird empfohlen, die Haare richtig zu kämmen. Nasse Haare verknoten schnell und können brechen. Das Kokosöl wirkt als Schmiermittel und lasst die Haare einfacher durchkämmen.

HAARWÄSCHE

Die positiven Auswirkungen des Kokosöls können von künstlichen Stoffen verhindert werden. Die meisten herkömmlichen Shampoos enthalten Silikon und andere künstliche Stoffe, die eine Schicht um das Haar und über die Kopfhaut bilden, sodass das Kokosöl nicht durchdringen kann. Unsere Haarseife stellt eine gute Losung für eine natürliche Haarpflege, weil nur aus verseiften pflanzlichen Öle besteht und keine künstliche Stoffen enthält.

NACH DER HAARWÄSCHE

Die Haare werden nicht nur von der normalen Pflegeroutine, wie Föhnen und Kämmen, beschädigt, sondern stresst auch das heiße Wasser die Haarstruktur. Die Schuppenschicht des Haars reagiert an den hohen Temperaturen und öffnet sich. Eine Spülung nach der Wäsche schließt den Schuppenschicht wieder und schenkt den Haaren ein glänzendes Aussehen.

Kalte Rinse: eine mütige aber effektive Erfahrung.

Unsere Haarseifen waschen effektiver Haare und Kopfhaut in Verbindung mit warmem weichem Wasser. Aus der Chemie weißt man, dass Seifen nicht komplett im Wasser sich auslösen, trotzdem bilden sie in Flüssigkeiten Mizellen, grenzflächenaktive Substanzen bzw. Molekülkomplexe aus amphiphilen Molekülen. Diese Aggregate sind verantwortlich für die Entfernung von Fetten und Schmutzigkeit aus Haaren und Kopfhaut.

Die Mizellenbildung wird von der Wasserhärte, -temperatur und der Komposition der Seife beeinflusst.
Um effektiv Haare zu waschen bzw. optimal Mizellen zu bilden, muss die Mischung von Wasser und Seife den “Krafft-Punkt” übersteigen (eine bestimmte Temperatur abhängig von der Wasserhärte). Unsere Haarseifen nutzen besondere Eigenschaften der pflanzlichen Öle aus, um auch in kaltem und hartem Wasser effektiv Haare zu waschen. Unsere ausgewogene Kombination von Fettsäuren bzw. Ölen kann auch bei kaltem und hartem Wasser immer noch Mizellen bilden.

Warum dann eine kalte Rinse?

Nicht nur die Mizellenbildung wird von der Wassertemperatur beeinflusst, sondern auch die äußere Schuppenschicht der Haare kann darauf reagieren: Sie kann sich bei hohen Temperaturen öffnen und unästhetische Effekte für das Aussehen der Haare bringen. Eine Spülung mit kaltem Wasser sichert, dass die Schuppenschicht sich wieder schließt.

Für eine angenehme Haarwäsche empfehlen wir, die kalte Rinse nur am Ende ganz kurz durchzuführen. Auch viele übliche Gewohnheiten, wie z. B. Haare heiß föhnen oder Haare mit künstlichen Produkten farben, beschädigen die äußere Schicht des Haares.

Saure Rinse: aus der Kuche alle Zutaten für schöne Haare.

saure Rinsen

Wer die mütige Erfahrung des kalten Rinses nicht erleben will, kann die gleiche zusammenziehende Wirkung des kalten Wassers mit einem sauren Rinse erzielen. Sie schliessen den Schuppenschicht des Haars und bringen eine andere positive Auswirkung: sie können die Kalkseife auslösen, sodass eine optimale Verwendung der Haarseife auch in Verbindung mit hartem Wasser ermöglichen. Die saure Rinsen werden mit ganz gewöhnlichen Zutaten in wenigen Minuten vorbereitet: Essig, Zitronensaft oder Tee.

Welche Zutaten wirken am besten aus?

Die saure Rinsen wirken zusammenziehend für die Schuppenschicht der Haare aus und stellen eine gute Alternative zu der kalten Spülung dar, um mehr glanz zu den Haaren zu schenken.

Für ihre Vorbereitung greift man ganz einfach zu ganz gewöhnlichen Zutaten:

  • Essigrinse: 1 EL Essig (Apfel-, Wein- oder Balsamico Essig) mit 1 Liter kaltes Wasser mischen und nach der Wäsche direkt auf den Haaren gießen. Wein-, Apfel- oder Kräuteressig geben gleiche Ergebnissen. Bei Essigrinse kann einen leichten Geruch auch nach der Haartrocknung bleiben.
  • Zitronensaft- oder Zitronensäurerinse: 1 EL Zitronensaft bzw. ¼ TL Zitronensäurepulver mit 1 Liter Wasser mischen. Diese Spülung lässt keinen Geruch auf die Haare, aber kann zur Übersäuerung der Haare bringen.
  • Teerinse: 1 Liter schwarzer Tee. Diese Rinse wirkt optimal für dunkle Haare. Tee stundenlang ziehen lassen und dann direkt nach der Wäsche auf den nassen Haaren gießen.

Alle Spülungen werden direkt nach der Wäsche mit der Haarseife angenommen. Die ausgewählte Rinse wird über die Haare gegossen und nach kurzer Zeit mit reichlichem Wasser ausgewäscht.

Die Umstellung zu dieser natürliche Haarpflege kann am Anfang zu unerwünschten ästhetischen Effekten bringen. Das Kokosöl kann nicht optimal in den Haaren dringen, wenn sie in einem künstlichen Schicht eingewickelt sind. Das Gleich passiert mit der Kopfthaut. Durch die Verwendung von der Haarseife kann dieser Film entfernt werden. Die Haare könnten erstmal ihren wahren Stand zeigen. Unter dem Silikon haben sie Zugang zu keinen nährenden Stoff. Dank des Kokosöl können sie aber nochmal natürlich glänzen.